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  • Dear parents and families! Unfortunately, in the current infectious/pandemic situation, we had to decide to limit ourselves.
    As of July 2022, we will no longer be able to provide care to families who have moved to our practice. Unfortunately, we must ask you to remain with your long-established pediatricians in Hanover or your place of origin, or to find another practice here in the region.
    From 01 April 2023, we can only offer appointments for families with siblings from U3. From preventive examinations U2 we must unfortunately completely refrain.
    Due to the very high volume of patients, but also the past situation and the offer to have allowed many families to be admitted to us, this now leads us to have to limit ourselves in order to ensure an orderly and responsible coexistence.
    If anything changes in this situation, you will read it here.
    We regret this repeated limitation as much as you do!

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Wir begleiten Sie und Ihre Sprösslinge von Anfang an und stehen Ihnen mit dem nötigen Wissen, gerade in der oft schwierigen Anfangsphase, gerne zur Seite.

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Auch junge Heranwachsende sollen sich bei uns wohlfühlen und wissen, dass sie in uns auch in kritischen Situationen einen Ansprechpartner finden.

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Welcome to my website and to the Paediatric Practice at Wunstorf Lange Street

My team and I would like to take this opportunity to introduce you to an experienced practice that focuses on a young philosophy and modern approach to Paediatric and Adolescent medicine. We follow the recognized best-practice guidelines but are also open to alternative healing methods. Above all else, parents and their children (from infancy to adolescence) should feel comfortable and free from fear when visiting us, knowing they are receiving quality care.

We offer a full spectrum of services within our children and adolescents’ general practice, from our rich variety of diagnostic services, through to the treatment of acute and chronic illness. For more specific queries, I make use of my excellent network of colleagues working in specialist medical areas.

Have a look through my website, make contact through our links or, if you prefer, contact us during business hours to ask about our services.

So, until we meet during your consultation! My friendly team, my colleague, Dr. Christiane Bolze and I would be pleased to help maintain your health, provide consistently good advice and, naturally, make you well again in the case of illness.

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Dr. med Olaf Markus Neumann
Paediatrician specialising in neonatal, children and adolescent medicine

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  • Neugeborenen-Screening auf metachromatische Leukodystrophie (MLD): Deutliche Vorteile für betroffene Kinder

    <p>Die metachromatische Leukodystrophie (MLD) ist eine seltene, genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung. Sie tritt meist bereits im Kleinkind- oder frühen Kindesalter auf führt zu schweren körperlichen und geistigen Einschränkungen, u. a. wegen des fortschreitenden Funktionsverlusts des zentralen und peripheren Nervensystems. In Deutschland geht man von 5 bis 16 neuen Fällen pro Jahr aus.</p> <p>Unbehandelt führt die Erkrankung meist innerhalb weniger Jahre zum Tod. Doch dank einer verfügbaren Gentherapie lassen sich nach einer Diagnose noch vor den ersten Symptomen bei etwa der Hälfte der betroffenen Kinder ausgeprägte Beschwerden und der frühe Tod verhindern.</p> <p>Einen erheblichen Zusatznutzen der Gentherapie bei MLD im späten Säuglings- oder frühen Kindesalter hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bereits Ende 2021 festgestellt. Dies führte in der Folge zur Frage nach dem Nutzen eines Neugeborenen-Screenings auf MLD. Die aktuelle IQWiG-Bewertung des Screenings beantwortet die Frage: Was bringen die frühere Diagnose und Behandlung durch Testen aller Neugeborenen gegenüber dem bisherigen Vorgehen ohne Screening für die MLD-Betroffenen?</p> <p>Der Effekt des Screenings ist deutlich für Kinder mit dem spätinfantilen MLD-Subtyp. Diese Gruppe entwickelt unbehandelt im Alter unter 30 Monaten Symptome. Vera Weingärtner, Supervision im Ressort Nichtmedikamentöse Verfahren, betont: „Etwa die Hälfte der Kinder mit MLD, und zwar die am schwersten Betroffenen, würden von einem Neugeborenen-Screening profitieren: Durch die frühe Diagnose vor Symptombeginn kann die verfügbare Gentherapie schwere Symptome und den frühen Tod bei fast allen diesen Kindern verhindern.“</p> <p>Das IQWiG hat auch die verschiedenen diagnostischen Testverfahren zur Früherkennung von MLD und zur Differenzierung der unterschiedlichen Verlaufsformen bewertet. Klar ist: Für die anderen drei MLD-Subtypen, bei denen die Erkrankung unbehandelt erst nach dem Alter von etwa 2,5 Jahren auftritt, ist dringend noch mehr Forschung erforderlich. Denn anhand der aktuell verfügbaren Daten ist unklar, ob ein Vorverlegen der Therapie auch diesen Kindern einen Vorteil bietet. Es fehlt insbesondere eine ausreichende Nachbeobachtung in teils noch laufenden Studien.</p> <h3><strong>Forschungslücken beim notwendigen Test zur Prognose des Krankheitsverlaufs</strong></h3> <p>Zeitlicher Krankheitsbeginn und Symptomlast variieren stark zwischen den verschiedenen MLD-Subtypen. Deshalb reicht das Screening allein nicht aus, um mit den Konsequenzen einer MLD-Diagnose wirksam umgehen zu können. Nach der Diagnose ist ein zusätzlicher Test erforderlich, um bereits vor Symptombeginn Informationen über die mögliche Verlaufsform zu erhalten – insbesondere, ob mit frühem oder späterem Einsetzen von Beschwerden zu rechnen ist. Denn davon hängen nicht nur Entscheidungen über konkrete Behandlungsoptionen ab, das Wissen ist auch essenziell für die individuelle Lebensplanung von betroffenen Kindern und deren Angehörigen.</p> <p>Erste Studienergebnisse dazu deuten zwar darauf hin, dass ein neuer Test einen frühen von einem späten MLD-Krankheitsbeginn unterscheiden kann, die Ergebnisse sind aber noch sehr unsicher, eine Testvalidierung fehlt noch. Ein Neugeborenen-Screening auf MLD sollte daher auch ein engmaschiges Monitoring aller identifizierten Kinder umfassen, um die Testverfahren, die Beratung der Eltern und die nachfolgende Behandlung weiter optimieren zu können.</p> <p>Das Neugeborenen-Screening auf MLD ist ein hochaktives Forschungsfeld: Wegweisende, teils noch laufende Studien sowohl zur Therapievorverlegung als auch zur diagnostischen Güte des Screeningtests auf MLD wurden z.T. erst während der IQWiG-Projektbearbeitung veröffentlicht. Damit bietet der vorliegende IQWiG-Bericht die momentan international neueste Aufbereitung der verfügbaren Erkenntnisse rund um das Neugeborenen-Screening.</p> <h3><strong>Zum Ablauf der Berichterstellung</strong></h3> <p>Der G-BA hat das IQWiG am 16.01.2025 mit der Bewertung der Neugeborenen-Screening auf Metachromatische Leukodystrophie (MLD) beauftragt. Die vorläufige Bewertung wurde am 25.03.2026 auf der Website des IQWiG veröffentlicht und zur Anhörung gestellt. Der nun veröffentlichte Abschlussbericht beinhaltet Änderungen, die sich aus der Anhörung und einer nachfolgenden Recherche ergeben haben.</p> <p><em>____________<br> Jens Flintrop - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, <a href="https://idw-online.de/de/institution906" target="_blank" rel="noreferrer">Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)</a><br> ___________</em></p> <p><em>Quellen: <a href="https://idw-online.de/de/news875084" target="_blank" rel="noreferrer">idw-online.de</a>, IQWiG (<a href="https://www.iqwig.de/projekte/s25-01.html" target="_blank" rel="noreferrer">1</a>, <a href="https://www.iqwig.de/projekte/s25-01.html" target="_blank" rel="noreferrer">2</a>)</em></p>

  • Pilze: Verwechslungen können tödlich enden

    <p>Beliebte heimische Speisepilze sind zum Beispiel der Wiesenchampignon oder der Frauentäubling. Immer wieder verwechseln Sammlerinnen und Sammler diese Speisepilze mit dem hochgiftigen Grünen Knollenblätterpilz. Die darin enthaltenen Giftstoffe können zu Leberversagen führen, so dass schon der Verzehr geringer Mengen tödlich sein kann. <strong>Kinder und ältere Menschen sind besonders gefährdet.</strong> Bei ihnen können schon kleine Mengen giftiger Pilze schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Die Symptome einer Pilzvergiftung sind vielfältig: Häufig - aber nicht bei allen Pilzen - beginnt die Vergiftung mit Unwohlsein, begleitet von Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.</p> <p>Das Gesundheitsrisiko durch den Verzehr selbst gesammelter Pilze ist relativ hoch - immer wieder werden gut verträgliche Arten mit giftigen verwechselt. Der Grüne Knollenblätterpilz ist der giftigste Pilz in Deutschland: Schon ein Bruchteil einer normalen Pilzmahlzeit kann bei Erwachsenen und Kindern zum Tod führen. Etwa 10 Prozent aller Pilzvergiftungen gehen auf den Verzehr von Knollenblätterpilzen zurück, die von Juli bis Oktober vor allem in Laubwäldern, aber auch in Parkanlagen wachsen. Das BfR schätzt, dass Knollenblätterpilze für mindestens 80 Prozent aller tödlichen Pilzvergiftungen in Deutschland verantwortlich sind.</p> <h3><strong>Maßnahmen bei Pilzvergiftungen</strong></h3> <p>Bei Unwohlsein nach einer Pilzmahlzeit sollte immer unverzüglich eine Ärztin, ein Arzt oder ein Giftinformationszentrum konsultiert werden.</p><ul> <li>Keinesfalls sollte eine Therapie ohne ärztliche Anordnung erfolgen: Selbst vermeintlich harmlose Maßnahmen wie das Auslösen von Erbrechen können schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, z. B. wenn Erbrochenes in die tiefen Atemwege gelangt. Milch kann die Aufnahme von Giften fördern.</li> <li>Bei Vergiftungen liefern Reste der Pilze vom Putzen oder von der Mahlzeit - unter Umständen auch Erbrochenes - wertvolle Hinweise zur Pilzbestimmung (auch Sporenanalyse) und sollten daher aufgehoben werden.</li> <li>Andere Personen, die ebenfalls von der Pilzmahlzeit gegessen haben, sollten informiert werden und sich ebenfalls ärztlich untersuchen lassen, auch wenn bisher keine Symptome aufgetreten sind.</li> </ul><p><strong>Wichtige Informationen zur Prävention von Pilzvergiftungen:</strong></p><ul> <li>Um sich vor Pilzvergiftungen zu schützen, sollte man grundsätzlich nur Pilze sammeln und zubereiten, die man sicher als Speisepilze erkennen kann. Pilz-Apps eignen sich zwar für eine allgemeine Orientierung über eine Pilzart, erlauben aber oft keine eindeutige Identifizierung von Pilzen. Eine zuverlässige Erkennung von Pilzen durch Apps ist also keineswegs gewährleistet, deshalb sollten solche Apps nur mit großer Vorsicht verwendet werden.</li> <li>Pilze müssen frisch zubereitet werden.</li> <li>Auf Wildpilzen können Eier des Fuchsbandwurms haften. Sicher abgetötet werden diese durch das Kochen bei Temperaturen von 60 bis 80 Grad Celsius für mindestens fünf Minuten.</li> <li>Rohe Speisepilze im Salat führen oft zu Unverträglichkeitsreaktionen. Deshalb sollte jede Pilzmahlzeit mindestens 15 Minuten gekocht werden.</li> <li>Pilzgerichte können nach kurzer Aufbewahrung im Kühlschrank ein zweites Mal aufgewärmt werden.</li> <li>In vielen Städten und Regionen gibt es Pilzberatungsstellen oder Personen, die über umfangreiche und nachgewiesene Kenntnisse in der Pilzbestimmung verfügen. Fragen Sie immer eine Pilzberaterin oder einen Pilzberater, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob es sich um giftige oder essbare Pilze handelt. Informationen über Pilzsachverständige finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (s. u.). Auch die Giftinformationszentren der Länder vermitteln bei Vergiftungen oder Verdachtsfällen bei der Bestimmung von Pilzen entsprechende Kontakte zur Identifizierung.</li> <li>Wertvolle Informationen über Pilze und Vergiftungsrisiken finden sich auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Mykologie: <a href="https://www.dgfm-ev.de/" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.dgfm-ev.de</a></li> <li><strong><a href="https://www.bfr.bund.de/cm/343/verzeichnis-der-giftinformationszentren.pdf" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Verzeichnis der Giftinformationszentren</a></strong></li> </ul><p><em>Quelle: <a href="https://www.bfr.bund.de/presseinformation/pilze-verwechslungen-koennen-toedlich-enden-2026/" target="_blank" rel="noreferrer">Pressemeldung des Bundesinstituts für Risikobewertung</a></em></p>

  • Zuckerhaltige Säfte und Limonaden im Kindesalter begünstigen Bluthochdruck im Erwachsenenalter

    <p>Kinder, die täglich etwa 355 ml oder mehr Fruchtsaft tranken, hatten demnach ein um 35% höheres Risiko, im Erwachsenenalter Bluthochdruck zu entwickeln. Ebenso wiesen diejenigen, die täglich etwa 710 ml oder mehr zuckerhaltige Limonaden oder Sportgetränke konsumierten, ein um 52% höheres Risiko auf. Die Studie ergab zudem, dass das Ersetzen dieser Getränke durch ein Stück ganzes Obst das spätere Risiko des Kindes für Bluthochdruck senkte.</p> <p>„Ernährungsgewohnheiten in frühen Lebensjahren können dauerhafte gesundheitliche Folgen haben“, betonte die leitende Forscherin Vasanti Malik, Inhaberin des „Canada Research Chair“ für Ernährung und Prävention chronischer Krankheiten an der Universität Toronto.</p> <p>„Bluthochdruck tritt zunehmend früher im Leben auf; steigende Raten sind bei jungen Erwachsenen sowie bei Kindern und Jugendlichen zu beobachten, was die Bedeutung von Früherkennung und Prävention unterstreicht“, erklärte sie in einer Pressemitteilung. Bluthochdruck trägt zu Herzerkrankungen, Herzinfarkten und Schlaganfällen bei, wie die Wissenschaftler*innen in Hintergrundinformationen anmerkten.</p> <p>Für die neue Studie analysierten die Expert*innen Daten von fast 25.800 Teilnehmer*innen einer Langzeitstudie zu US-amerikanischen Jugendlichen, der sogenannten „Growing Up Today Study“, in deren Rahmen Kinder über einen Zeitraum von bis zu 25 Jahren beobachtet wurden.</p> <p>Die Proband*innen füllten alle ein bis vier Jahre Fragebögen zur Ernährung aus, in denen abgefragt wurde, wie häufig sie mit Zucker gesüßte Getränke oder Fruchtsaft konsumierten. Zudem wurde erfasst, wie oft sie ganzes Obst aßen.</p> <p>Die Ergebnisse zeigten, dass Kinder, die täglich Fruchtsaft oder zuckerhaltige Getränke tranken, beim Übergang ins junge Erwachsenenalter ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck aufwiesen.</p> <h3>Es spielt eine Rolle, in welcher Form Zucker konsumiert wird</h3> <p>Jede tägliche Portion Limonade (ca. 355ml) war der Studie zufolge mit einem um 23% erhöhten Risiko für Bluthochdruck verbunden, während jede Portion (gesüßtem) Sportgetränk mit einem um 36% höheren Risiko einherging.</p> <p>Die Analyse deutete zudem darauf hin, dass der Ersatz einer täglichen Portion zuckerhaltiger Getränke durch ein Stück ganzes Obst das Risiko um 22% senkte. Der Ersatz einer täglichen Portion Fruchtsaft durch ganzes Obst reduzierte das Risiko um 19%. Diese Zusammenhänge bestanden unabhängig von anderen Risikofaktoren für Bluthochdruck, wie etwa der allgemeinen Ernährungsqualität und dem Bewegungspensum der Kinder, so die Forschenden.</p> <p>„Zuckerhaltige Getränke wie Limonaden und Sportgetränke, die oft als halbwegs gesund vermarktet werden, sollten nur in Maßen konsumiert werden“, betonte Malik.</p> <p>„Der Konsum von Fruchtsaft mag in geringen Mengen harmlos sein, bei höheren Mengen jedoch schädlich wirken. Es sollte sich stets um reinen Fruchtsaft (100% Fruchtgehalt) handeln, und auch dieser sollte nur in Maßen getrunken werden“, fuhr sie fort. „Ganze Früchte sind zuckerhaltigen Getränken vorzuziehen.“</p> <p>Auch ganze Früchte enthalten Fruktose – jenen Zucker, der auch in Fruchtsaft vorkommt –, doch das Fruchtfleisch und die Ballaststoffe etwa eines Apfels oder einer Orange verlangsamen die Verdauung, erklärten die Autor*innen. Dies verhindert einen starken Anstieg des Blutzuckerspiegels, wie er oft nach dem Trinken von Saft oder Limonade auftritt.</p> <p>„Wie bereits bei Erwachsenen beobachtet, scheint für die Entstehung von Bluthochdruck nicht so sehr die Gesamtmenge an Fruktose entscheidend zu sein, sondern vielmehr die Art des Lebensmittels, über das sie aufgenommen wird; so sind zuckerhaltige Getränke und Fruchtsäfte mit einem erhöhten Risiko verbunden, ganze Früchte hingegen nicht“, verdeutlichte Dr. Amit Khera, Leiter der Abteilung für präventive Kardiologie und klinischer Leiter der Kardiologie am University of Texas Southwestern Medical Center in Dallas, der die Studienergebnisse begutachtete.</p> <p>„Es herrschte die irrige Annahme, Fruktose sei generell schädlich für die Herz-Kreislauf-Gesundheit – unabhängig von der Quelle – und Fruchtsäfte seien gesundheitsfördernd“, fügte er in einer Pressemitteilung hinzu. „Diese Studie zeigt, dass beides nicht zutrifft.“</p> <p><em>Quellen: <a href="https://www.healthday.com/health-news/child-health/kids-juice-and-soda-intake-linked-to-higher-blood-pressure-risk-as-young-adults" target="_blank" rel="noreferrer">HealthDay</a>, <a href="https://www.utoronto.ca/news/children-who-consume-sugary-beverages-face-higher-risk-hypertension-adulthood-study" target="_blank" rel="noreferrer">University of Toronto</a>, <a href="https://doi.org/10.1161/CIRCULATIONAHA.125.07766" target="_blank" rel="noreferrer">Circulation</a></em></p>

  • Auch in Deutschland Anstieg von Darmkrebs bei jungen Erwachsenen – aber deutlich unter US-Niveau

    <p>Als „früh auftretende“ Darmkrebserkrankungen (Early-Onset Colorectal Cancer, EOCRC) gelten Erkrankungen vor dem 50. Lebensjahr. Doch Berichte über steigende Darmkrebs-Fallzahlen bei jüngeren Menschen insbesondere aus den USA motivierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der deutschen Landeskrebsregister, die Erkrankungssituation in Deutschland unter die Lupe zu nehmen.</p> <h3><strong>Ausgeprägter Anstieg bei den Jüngsten</strong></h3> <p>Für die aktuelle Analyse werteten die Experten mehr als 28.000 Darmkrebsfälle bei Menschen im Alter von 20 bis 49 Jahren aus. Dabei fanden sie, dass die Darmkrebsinzidenz bei 20- bis 29-Jährigen sowie bei 30- bis 39-Jährigen zunahm. Besonders ausgeprägt war der Anstieg in der jüngsten Altersgruppe. Bei den 40- bis 49-Jährigen blieb die Erkrankungshäufigkeit dagegen insgesamt weitgehend stabil.</p> <p>„Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Anstieg von Darmkrebs bei jungen Erwachsenen in Deutschland real ist, aber zumindest bislang deutlich moderater ausfällt als in den USA“, sagt Volker Arndt vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Epidemiologischen Krebsregister Baden-Württemberg, einer der beiden Seniorautoren der Arbeit.</p> <h3><strong>Deutschland deutlich unter US-Niveau</strong></h3> <p>Ein wichtiger Teil der Studie war der Vergleich mit den Vereinigten Staaten, wo die Zunahme von Darmkrebs bei jüngeren Erwachsenen bereits seit Jahren intensiv diskutiert wird. Die Forschenden zeigen, dass die Erkrankungsraten in Deutschland sowohl zu Beginn des Untersuchungszeitraums als auch aktuell deutlich niedriger liegen als in den USA. Zudem verlief der Anstieg hierzulande wesentlich langsamer.</p> <h3><strong>Warum steigen die Zahlen?</strong></h3> <p>Die Ursachen sind bislang nicht vollständig geklärt. Als mögliche Einflussfaktoren werden Veränderungen des Lebensstils diskutiert, darunter Übergewicht, Bewegungsmangel und Ernährungsgewohnheiten. Auch Veränderungen der Darmflora könnten eine Rolle spielen.</p> <p>Die Ergebnisse deuten zugleich darauf hin, dass ein Teil des beobachteten Anstiegs auf eine frühere und verbesserte Diagnostik zurückzuführen sein könnte. Besonders häufig nahmen Tumoren mit vergleichsweise günstiger Prognose zu, die oft in einem frühen Stadium entdeckt werden.</p> <h3><strong>Kein Anlass für eine generelle Absenkung des Screening-Alters</strong></h3> <p>Trotz der beobachteten Entwicklung sehen die Autorinnen und Autoren derzeit keinen ausreichenden Grund, die Altersgrenze für das Darmkrebs-Screening in der Allgemeinbevölkerung unter 50 Jahre abzusenken. „Darmkrebs vor dem 50. Lebensjahr bleibt in Deutschland insgesamt selten“, betont Jacqueline Müller-Nordhorn vom Landesinstitut Bayerisches Krebsregister des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. „Von jährlich rund 56.000 neuen Darmkrebsfällen entfallen lediglich etwa fünf Prozent auf Menschen unter 50 Jahren. Dennoch sollte darauf hingewiesen werden, dass bei Symptomen natürlich auch jüngere zeitnah individuell ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Vorrangig ist es, bekannte Risikogruppen – etwa Menschen mit familiärer Vorbelastung – konsequent zu identifizieren und ihnen die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen anzubieten.</p> <p>Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler empfehlen, die Entwicklung der Erkrankungszahlen weiterhin genau zu beobachten. Künftige Studien sollen insbesondere klären, welche Rolle frühe Lebensstilfaktoren, Übergewicht, der Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln, Antibiotikaeinsatz und/oder Veränderungen der Darmflora für die Entstehung von Darmkrebs in jungen Jahren spielen.<br> <strong>______</strong></p> <p><em>Dr. Sibylle Kohlstädt - Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, <a href="https://idw-online.de/de/institution386" target="_blank" rel="noreferrer">Deutsches Krebsforschungszentrum</a><br> ______</em></p> <p><em>Quellen: <a href="https://idw-online.de/de/news873139" target="_blank" rel="noreferrer">idw-online.de</a>, <a href="https://www.dkfz.de/aktuelles/pressemitteilungen/detail/auch-in-deutschland-anstieg-von-darmkrebs-bei-jungen-erwachsenen-aber-deutlich-unter-us-niveau" target="_blank" rel="noreferrer">Deutsches Krebsforschungszentrum</a>, <a href="https://doi.org/10.1002/ijc.706" target="_blank" rel="noreferrer">International Journal of Cancer</a></em></p>